Panamericana

Vancouver Island – Südteil

Hängebrücke bei den Elk Falls

Unablässig rollt der Verkehr, Auto um Auto quält sich über den Alberni Highway. Nach West genauso wie nach Ost! Beim Cathedral Grove, wo gut ausgebaute Spazierwege die Möglichkeit bieten, mächtige Baumriesen (u.a. eine Douglasie mit 9 m Umfang) zu bestaunen und der Reiseführer diese Kurzwanderungen als „Muss“ betitelt, ist kaum noch ein Parkplatz zu ergattern.

Der Bär verschwindet mit seiner Beute

Was für ein Unterschied zum Nordteil der Insel! Dabei war es noch relativ ruhig, als wir in Gold River losgefahren waren. Doch schon am Buttle Lake hätten wir stutzig werden können, denn der dortige Campground war restlos ausgebucht.

Der Mitarbeiter im Infocenter zum Wasserkraftwerk bei den Elk Falls gab uns den Hinweis, bei der Fish Hatchery in Campbell River vorbei zu schauen. Dort könnten wir viele Lachse sehen. Und tatsächlich stauen sich dort im glasklaren Flüsschen hunderte von Pink Salmon auf ihrem Weg zu ihren Laichgründen. Die Aufzuchtstation für Lachse hat im Fluss eine Zählstation eingerichtet, die Fische müssen hier über eine Engstelle weiter, daher der Stau. Und der ist im wahrsten Wortsinn ein

Ölwechsel

„gefundenes Fressen“ für Bären. Fast hätten wir die Bärenmama verpasst, die im Handumdrehen einen großen Lachs fing und mit der Beute schnell wieder im Wald verschwindet. 

Campbell River ist eine umtriebige Stadt direkt am Meer. Und dort finden wir endlich auch eine Firma, die den längst fälligen Ölwechsel an unserem Kischdle durchführen kann. Leider ohne den passenden Ölfilter, denn der ist hier auf dem Kontinent offenbar nicht erhältlich! Und weil auch im Differential und den Achsen das Getriebeöl nicht mehr optimal war, wird das auch gleich erneuert. Ganz schön geschäftstüchtig, die Jungs hier!

Harris Creek Spruce – ein Riese!

Als versöhnlicher Abschluss unseres Kanadaaufenthalts entpuppt sich dann noch die Tour um den Lake Cowichan nach Victoria. Wir hatten genug von dem Trubel auf den Schnellstraße und wählten den Abstecher in die kleine, gleichnamige Stadt am See. Wie Balsam wirkt die schmale Asphaltroute, die sich von hier aus durch viel Wald und hügelige Landschaft nach Port Renfew windet. 

Es gibt hier zwar keine spektakulären schneebedeckte Berge, doch kleine versteckte Kostbarkeiten wie die riesige, 82 m hohe Harris Creek Spruce (Sitka-Fichte), die fast ohne Beschilderung unweit der Straße zu besichtigen ist. Unserem Reiseführer ist sie keine Erwähnung wert und auch vor Ort gibt es kaum Infos. Aber der Baum ist deutlich größer als die Riesen im Cathedral Grove – und hier sind wir die einzigen Besucher!

Die letzte Übernachtung in Kanada gibt es für uns am Fairy Lake, einem kleinen, glasklaren See kurz vor Renfew auf einem idyllischen Campground. Denn am nächsten Tag erreichen wir die Hauptstadt von Vancouver Island, Victoria. Und von dort aus geht es für uns in die USA. Aber davon mehr im nächsten Beitrag.

Hier jetzt nur noch die gewohnten Fotos:

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