Panamericana

Giganten

Im Redwood Nationalpark

Was haben diese Baumriesen in ihrem langen Leben wohl schon alles gesehen? Was könnten sie uns für Geschichten erzählen? Immerhin haben die größten von ihnen mehr als 1500 Jahre auf dem Buckel, es können auch um die 2000 sein!

Wapiti (engl. elk) mit mächtigem Geweih

Staunend wandern wir im Jedediah Smith Nationalpark auf einem Trail, den uns Paul empfohlen hatte. Er kümmert sich ehrenamtlich um einen anderen Park und dort trafen wir ihn bei einer Rast. Als Künstler malt er unglaublich realistische Bilder, wie wir auf seiner Handygalerie sehen konnten. Und nun ist der „Titan“ unser Ziel. Bereits der Weg zum Giganten ist von anderen Baumriesen gesäumt. Unglaublich, wie eng diese Redwoods aufeinander stehen können und dabei dennoch diese gewaltigen Ausmaße erreichen.

Nur wenige Kilometer weiter befinden wir uns im Redwood Nationalpark unter weiteren riesigen Bäumen. Auch hier stehen imposante Exemplare der Redwoods und wir lernen, dass nicht nur der „Big Tree“ ein big tree ist. Wie in den Nationalparks üblich, gibt es auch hier einige Trails, die zum wandern oder auch nur zu Spaziergängen einladen.

Lake Selac

Unsere weitere Route sollte nun eigentlich der Küste entlang in Richtung San Francisco führen. Doch wieder einmal werfen wir unsere Pläne über den Haufen. Der anhaltende Nebel, der auch die Golden Gate Bridge fast den ganzen Tag verhüllt (wie wir auf den Bildern einer Live-Webcam sehen können), lässt kaum Blicke auf den Pazifik zu, es ist relativ kühl und zudem sind freie Stellplätze nicht gerade üppig vorhanden. Ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass dies rund um San Francisco immer schlimmer werden wird. Da wir sowieso keine Städte mögen fällt uns der Kurswechsel nicht schwer.

Sonnenuntergang am Meer (Oregon)

Sobald wir die Küstenregion verlassen haben, verzieht sich der Nebel, die Sonne hat freie Bahn. Anfangs passieren die Trinity Alps, eine schön bewaldete Bergregion. Und dann leuchtet plötzlich wieder die Anzeige „Motorsteuerung“ auf! Wir hatten schon die leise Hoffnung, die unsägliche Fehlermeldung sei behoben, und jetzt das! Wahrscheinlich tritt demnächst auch wieder die Leuchte für die AdBlue Störung auf. So ein Mist…

Auch am nächsten Morgen, wir hatten in den Bergen einen ruhigen Nachtplatz gefunden, ging die Motorsteuerungsanzeige nach dem starten nicht aus, was sie im ordnungsgemäßen Zustand tun sollte. Und nun? Wir fahren weiter. Die AdBlue-Anzeige erscheint nicht. 

Im Hinterland wird es heiß, das Thermometer klettert auf 38°, und Schatten ist Mangelware. Obwohl wir durch „Wälder“ fahren. Aber der ältere Baumbestand ist Waldbränden zum Opfer gefallen und die jungen Bäume haben es bei Trockenheit und Hitze schwer, sich zu stattlichen Schattenspendern zu entwickeln. Immerhin finden wir am Whiskeytown Lake auf dem Brandy Creek Campground einen schattigen Nachtplatz.

Und zwischenzeitlich ist die Motorsteuerungsanzeige wieder erloschen. Ohne weiteres Zutun. Merkwürdig. Wir trauen dem aber Auto nicht, das müssen wir im Auge behalten und überlegen, was wir am besten machen können. Vielleicht fällt uns bis zum nächsten Beitrag etwas ein…

Bis dahin wieder ein paar Fotos:

 

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