Panamericana

Ihr müsst unbedingt kommen!

Blick zum See, hier kochen wir Kaffee

Es klopft an unserer Tür. Auf der Straße steht ein roter Pickup. Wir stehen neben der Straße auf einem kleinen, geschotterten Platz mit wunderbarem Blick auf den See (Bras d’Or Lake) und wollen gerade Kaffee kochen. Wer kann das wohl sein?

Draußen stehen Iris und Wolfram. Sie hatten unseren Camper gesehen und spontan angehalten. Sie wohnen quasi gleich um die Ecke und weil sie uns als Deutsche identifiziert hatten, haben sie uns zu sich nach Hause eingeladen. Wir sollen unbedingt zum Abendessen vorbeikommen und auf ihrem Grundstück sei genug Platz um mit unserem Kischdle auch dort zu übernachten.

Zwei kleine Omans im Hafen von Halifax

Jetzt sind wir gerade mal zwei Tage mit dem eigenen Auto unterwegs und bekommen schon eine überraschende Einladung! Ja, vorgestern erst konnten wir unser Kischdle am Hafen in Halifax abholen. Mit uns waren weitere junge Leute sowohl am Zoll als auch im Hafen. Auch sie hatten ihre selbst ausgebauten Camper verschifft und konnten sie heute abholen. Wer weiß, vielleicht sehen wir sie ja irgendwann auf der Strecke wieder.

Mit Christina und Hans, den Besitzern des zweiten Oman, stehen wir aber in Kontakt. Mit ihnen waren wir ja zusammen im Mietwagen in Nova Scotia unterwegs, als unsere Autos noch auf dem Schiff nach Kanada schipperten. Mal schauen, wann wir uns irgendwo wieder treffen werden…

Blick aus dem Haus am See

Tja und nun haben wir Cape Breton erreicht, den Teil Nova Scotias, der ganz im Norden liegt. Hatten wir mit dem Mietwagen das Wetterglück auf unserer Seite, so zeigt sich nun, dass das Frühjahr hier sehr wechselhaft ist – genau so, wie es auch im Reiseführer beschrieben steht. Aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen und fahren zum hübschen Haus am See, um Iris und Wolfram mit ihrer Hündin Ronja zu besuchen.

Um es kurz zu machen, es war ein sehr vergnügter Abend. Wir bekamen ein köstliches Abendessen serviert, dazu gab es selbstgemachten Wein und einen tollen Ausblick über den See. Denn das Haus liegt direkt am Bras d’Or Lake, diesem großen Salzwassersee, der Cape Breton quasi in zwei Bereiche teilt. Wir hatten uns gegenseitig sehr viel zu erzählen, denn die Beiden sind mit ihrem Bimobil-Camper (der noch in Europa steht) schon weit gereist. Dass wir bei einem gemeinsamen Spaziergang dann noch die Spuren von fleißigen Bibern und den ersten Weißkopfseeadler auf einer Tanne thronen sahen, setzte ein erstes Highlight unserer Reise.

Hier noch die Impressionen unserer ersten Tage im eigenen Camper:

3 Kommentare

  • Matthias

    Iris und Wolfram…kann es ein, daß die beiden vor 8 Jahren mit einem Bimobil durch Südamerika gefahren sind ? damals noch nicht als Kanadier. Ich glaube, wir haben mit den beiden ein paar Abende an den Iguazu-Fällen auf dem Campingplatz verbracht.
    Falls ihr hier nochmal lest, viele Grüße von Katrin und Matthias (damals im weißen Defender mit Dachzelt unterwegs).

  • Iris

    Das war auch für uns ein wundervoller Abend mit euch Abenteurern. Vielen Dank für eure Zeit. Gute Fahrt weiterhin und traumhafte Erlebnisse. Herzliche Grüße Iris&Wolfram

    • admin

      Auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für eure tolle Gastfreundschaft, die wir sehr genossen haben! Euch wünschen wir viele erholsame Wochen und Monate in eurem schönen Anwesen auf Cape Breton. Herzliche Grüße Mary und Pit