Panamericana

Baja California

Sehr trocken hier!

Mexiko. Was uns dort wohl erwarten würde? Viele Gedanken schwirren uns durch den Kopf, doch zunächst mussten wir die Hürden der Einreise meistern. Der Abschluss einer Kfz-Versicherung war zwar nicht sonderlich schwierig, aber die richtige unter den diversen Anbietern auszuwählen dauerte dann doch eine gewisse Zeit. Mexiko, wir kommen!

Der Grenzübergang in Tecate ist nicht sehr groß, deshalb wird er auch von anderen Reisenden empfohlen. Wir befolgen den Tipp, das Auto noch auf der US-Seite zu parken und die Einreise-Formalitäten zu Fuß zu erledigen. Wir müssen ein paar Mal zwischen der Kasse „Banjercito“ und dem Immigrationsbüro wechseln und vorsprechen, denn wir brauchen eine Einreiseerlaubnis für uns und eine temporäre Einfuhrgenehmigung fürs Kischdle. Die Grenzbeamten sind sehr freundlich und hilfsbereit und bald darauf sind wir in Mexiko eingereist. Ohne Auto, denn das steht noch in den USA!

Die „Hauptstraße“ der Baja California

Deshalb müssen wir nun um den Block laufen und noch einmal in die USA einreisen. Ein kurzes Bangen, aber wir dürfen wieder zurück und mit dem Kischdle erneut über die mexikanische Grenze rollen. Den Papierkram haben wir ja bereits erledigt, jetzt fehlt nur noch eine kurze Fahrzeuginspektion. Und endlich dürfen wir in die quirlige Stadt Tecate hinein fahren.

Am Pazifik

Wenn man aus den USA nach Mexiko reist, wird man in eine andere Welt katapultiert. Zwar wird auch im Südwesten der Vereinigten Staaten viel spanisch gesprochen und man sieht einige Stadtviertel, die sehr mexikanisch aussehen, aber das „echte“ Mexiko ist dann doch nochmal was anderes. Augenfällig ist, dass viele Menschen ohne Auto unterwegs sind, man geht zu Fuß oder fährt im Minibus, mit dem Fahrrad oder mit einem Moped. Richtig weh tut uns aber, wie viel Müll achtlos in der Gegend herumliegt. Auch außerhalb der Siedlungen gibt es keine Abschnitte entlang der Straßen, an denen nicht Plastiktüten, Dosen und Flaschen weggeworfen wurden.

Kakteen überall

So wundert es nicht, dass es zwei, drei Tage dauert, bis wir uns in Mexiko wohl fühlen. Zumal die anfängliche trockene, wüstenartige Landschaft inzwischen in einen riesigen Kakteengarten übergegangen ist. Hinter jeden Kurve warten neue Fotomotive! Waren die Kakteen anfangs eher noch klein, sind sie schon bald zu beachtlichen Exemplaren angewachsen. Was für eine tolle, bizarre Welt…

Übernachtungsplätze finden wir leicht. Auch einfach so, zwischen den Kakteen oder direkt am Pazifik gibt es viele Möglichkeiten, die Nacht zu verbringen. Gerne nutzen wir auch private Campgrounds, denn mit umgerechnet ca. 10 Euro ist es für uns nicht teuer und die örtlichen „Vermieter“ freuen sich über den Umsatz. Denn meistens sind wir die einzigen Gäste…

 

Doch nun wieder ein paar fotografische Eindrücke:

2 Kommentare

  • Jens Eichenberg

    Hallo ihr beiden, auch wenn ich länger nix mehr von mir hören ließ – wir „verfolgen“ euch nach wie vor sehr gespannt! Es ist einfach toll zu sehen, welche wunderbaren Dinge ihr euch mit dem Kischdle erschließen könnt. Und besonders eure sehr gelungenen Fotos unterstreichen die Schönheit und Vielfalt der Natur, die man zum Glück noch vorfinden kann…
    Der „AdBlue Systemfehler“ scheint euch zum Glück nicht mehr zu verfolgen. Wir hätten uns auch niemals vorstellen können, dass die US-Amerikaner so hilflos dem Ford Ranger gegenüberstehen, dass man sich sogar Dieselfilter aus Europa schicken lassen muss… Man lernt eben nie aus…
    All diese Orte und Tipps sind für uns sehr wertvoll – danke für euren Blog! Und alles Gute und Schöne für Mexiko! Unter anderem aus einem Vlog zweier junger Leute mit einem Bimobil-Pickup („Auf Wilder Fahrt“) konnten wir entnehmen, dass Mexiko super tolle Landschaften, aber auch nicht ungefährliche Gebiete aufzuweisen hat. Also passt auf euch auf! Wie wollt ihr denn mit dem Darién Gap umgehen? Liebe Grüße aus Erfurt, Jens

    • admin

      Hallo Jens,
      vielen lieben Dank für diesen positiven Kommentar, der uns natürlich sehr freut! Ja, Mexiko ist ein tolles Land – schade nur, dass wir es nicht lange genug bereisen können. Aber das erzählen wir dann in einem der nächsten Beiträge. Bislang sind wir vom Land überrascht und es gefällt uns hier auch wirklich gut.
      Dass wir mit einem Ford in Nordamerika so ein exotisches Fahrzeug haben, hätten wir uns übrigens auch nicht träumen lassen! Wir glauben allerdings nicht, dass der AdBlue-Systemfehler dauerhaft behoben werden konnte. Aber momentan läuft das Fahrzeug, wir werden es spästestens, wenn wir wieder in Europa sind, genau durchchecken lassen.
      Viele Grüße aus Mexiko, Mary und Pit

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert