Panamericana

Seems it never rains in Southern California

Die Pazifikküste

Dieser alte Song von Albert Hammond passt total zum südlichen Kalifornien. Seit wir in diesem Staat der USA unterwegs sind, haben wir noch keinen einzigen Regentropfen gesehen! Jeden Morgen erwartet uns ein strahlend blauer Himmel, die Sonne lacht – und die Temperaturen steigen und steigen. Die 30-Grad-Marke wird normalerweise kurz nach dem Frühstück gerissen.

Im Landesinneren wird es uns zu heiß, deshalb sind wir nun auf dem Weg zum Pazifik. Und siehe da, wir befinden uns nicht mehr im Backofen. Die Küstenstraße Nr. 1 ist ein absoluter Traum. Viele Parkbuchten laden zu Pausen ein und bieten immer tolle Fotomotive. Schade nur, dass übernachten ausnahmslos überall verboten ist. Wir sehen ein paar Plätze, die sich super für eine Nacht eignen würden. Aber wir können natürlich andererseits auch verstehen, dass man solche Regeln braucht, denn campen ist hierzulande sehr beliebt.

Kleiner Campground in den Bergen, wir sind alleine hier

Wegen des langen Wochenendes sind alle Campgrounds voll belegt, doch als wir nachfragen, gibt es für uns dennoch einen schönen Platz mit viel Schatten. Aber nur, weil wir keine Anschlüsse für Strom oder Wasser brauchen. Glück gehabt.

Langsam nähern wir uns Los Angeles und damit einer weiteren Großstadt, die wir eigentlich meiden wollen. Deshalb weichen wir wieder ein wenig ins Hinterland aus und sind erstaunt, wie wenig dort los ist. Wir finden Plätze, wo wir frei stehen können, aber auch idyllische Campgrounds in Nationalforsten, die kaum frequentiert sind. Die Hauptsaison scheint vorbei zu sein, das ist ein Glück für uns. Denn wir wollen uns noch etwas länger in der Gegend aufhalten, weil wir auf ein Paket aus Deutschland warten.

Der Little Pine Campground liegt idyllisch im Bergland und bietet weite Ausblicke in die umliegende Bergwelt. Eigentlich wollen wir nur mal schauen, wie der Platz aussieht, aber es gefällt uns so gut hier, dass wir einfach da bleiben – obwohl es gerade mal 10 Uhr am Vormittag ist. Nur ein weiterer Camper hat sein Zelt hier aufgeschlagen, aber von unserem Platz aus ist es nicht einmal zu sehen. Später spazieren unsere „Zeltnachbarn“ vorbei und plaudern kurz mit uns. Sie warnen uns, dass wohl ein Bär auf dem Platz unterwegs sei, doch er sei harmlos und suche nur nach Futter…

„Bärentatzen“

Dem Bären begegnen wir zum Glück nicht, als wir ebenfalls eine kleine Wanderung unternehmen. Doch am nächsten Morgen betrachten wir erstaunt unser Auto: der Bär muss uns besucht haben, sowohl an den Türen des Fahrzeugs als auch entlang der Wohnkabine sind sandige Abdrücke zu erkennen, die am Vortag noch nicht da waren. Der Bär war vorsichtig, er hat keine Kratzer im Lack hinterlassen! Später hat uns ein Ranger bestätigt, dass dies ein Bär gewesen wäre. Die seien auf der Suche nach Kühlboxen, die sie in Autos vermuten!

Als wir nach einem Faulenzertag noch draußen sitzen, fängt es urplötzlich an zu regnen! Zwar gab es ein paar Wolken am Himmel, aber dennoch hatten wir nicht mit einem Guss von oben gerechnet. Es regnet also doch manchmal im südlichen Kalifornien…

Zum Abschluss wieder ein paar Fotos:

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